Nicht nur die Saisonfahrzeugfahrer sollen von den Checklisten profitieren, auch die, die Ganzjahresfahrer haben etwas davon. Denn auch die Profis können sich nicht alles merken und können das ein oder andere Detail schon mal vergessen. Genau dafür sind Checklisten gemacht, um sich mit den wirklich relevanten Dingen zu beschäftigen.
Wintercheckliste
Funktionieren alle Lampen? Innen und Aussen? Ein Test sollte mit einem Helfer durchgeführt werden. Falls nicht kann dies in der (teils) geschlossenen Garage durchgeführt werden.
Wohin leuchten die Scheinwerfer? Eine exakte Bestimmung kann nur durch einen Tester erfolgen. Im Herbst gibt es alljährlich den kostenlosen Lichttest in Autohäusern und an Tankstellen sowie beim TÜV & Co.
Wischen die Scheibenwischer schlierenfrei? ist das Wischbild einwandfrei? Wenn nicht, Wischer tauschen! Heckwischer nicht vergessen!
Der Ölstand sollte regelmäßig geprüft werden, besonders bei Inbetriebnahme nach der Sommerpause. Bitte auch auf Ablagerungen oder Kondensat am Peilstab achten
Ist noch genug Kühlwasser vorhanden? Wenn nicht, auffüllen, am besten mit frischem (und korrektem!) Frostschutzmittel.
Ist die Konzentration an Kühlerfrostschutz hoch genug? Ein Tester bringt ein unbestechliches Ergebnis. Bei Neubefüllung sollte das Mischungsverhältnis etwa 50:50 betragen.
Ist genug Frostschutzmittel im Scheibenwaschwassertank enthalten? In sehr harten Wintern kann auch pures Frostschutzmittel verwendet werden. 100% reines Frostschutzmittel wird heute eh nicht im freien Handel verwendet, oftmals ist es eine -20°C oder mehr Mischung mit Wasser. Ggf. sollte noch Reinigungsmittel hinzugefügt werden.
Funktionieren die Spritzdüsen? Diese setzen sich gern bei nichtgebrauch zu. Auch sollte das Leitungssystem gut gespült mit frischem Frostschutz sein. Zu oft ist Frostschutz im Tank, aber nicht in den Leitungen...
Hat die Batterie noch genug Saft? Eine Batterie hat ein sehr eigenwilliges Leben, man kann nur sehr schwer messen wie gut es Ihr geht. Sollte eine wenige Tage gelagerte Batterie weniger als 12,5V Spannung haben, dann sollte man Sie im Auge behalten. Im Zweifel hilft der Tausch. http://de.wikipedia.org/wiki/Starterbatterie
Auch wenn manch ein Fahrzeug keinen KEILriemen mehr besitzt, so sollte man sich vom zustand des Riemens und der Spannung dessen vergewissern. Auch die Lichtmaschine sollte einen kurzen Blick Wert sein, oftmals kann man die Kohlen prüfen und auch die Ladespannung sollte geprüft werden.
So, Winter ist vorbei, schnell weg damit... Dabei hat man vergessen, daß die Bremswirkung nicht mehr soo toll war. Ein Blick auf Bremsscheibe und Beläge sollte drin sein, spätestens beim Wechsel auf Winterräder. Sind die Bremsschläuche rissfrei und intakt? Auch sollte ein kurzer Blick auf den Bremsflüssigkeitsbehälter geworfen werden. Ist zu wenig drin, auffüllen. Der letzte Prüfpunkt sollte die Qualität der Bremsflüssigkeit sein. Wann war der letzte Wechsel? Das empfohlene Wechselintervall beträgt 2Jahre.
Im Winter sollte grundsätzlich mit Winterreifen gefahren werden. Allein die gesetzeslage lässt aktuell keinen anderen Rat zu. Eine Diskussion was möglich wäre und was nicht, ist vor dem Gesetz völlig uninteressant.
Haben die Reifen noch genug Profil? Auch wenn die gesetzliche Grenze 1,6mm beträgt, im Schnee kommt man damit genauso weit wie mit 0mm Profil. Es sollte also ausreichendes Profil vorhanden sein. Dass das Profil gleichmäßig abgefahren sein sollte, versteht sich von selbst.
Der Reifenluftdruck wird zu gerne einfach vergessen. Nach dem Wechsel auf Winterräder sollte er kontrolliert werden. Auch hier gilt, nicht zu wenig aufpumpen, es beeinträchtigt die Sicherheit, schadet dem Profil und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Der Luftdruck sollte im "kalten" Zustand gemessen werden und nicht nach 500km Autobahnfahrt.
Sind alle Dichtungen an Türen und Klappen dem Winter gewachsen? Es muß kein teures Spezialmittel sein, Vaseline reicht aus. Auftragen, einreiben und überschüssiges Material abtragen. Motorhaube nicht vergessen! Für Fensterführungen bietet es sich an, diese mit etwas Silikonspray zu behandeln.
Diese Filter setzen sich mit der Zeit zu und beeinträchtigen die Lüfterleistung. Diese müssen regelmäßig getauscht werden. Nur so ist einwandfreie Sicht gewährt. Beim Tausch kann auch gleich das angesammelte laub aus dem Wassfangkasten entfernt werden.
Ist die Scheibe noch ganz? Hat Sie Steinschläge? Gibt es Risse? Die Scheibe sollte intakt sein. Durch Beschädigungen eindringendes Wasser kann Sie beim gefrieren wortwörtlich sprengen.
Hier eine kleine (Einkaufs-)Liste der täglichen Hilfsmittel die immer dabei sein sollten, habt Ihr sie schon drin?! Eiskratzer?! Enteisungsspray?! Handschuhe?! Starthilfekabel?! Schneebesen?! Scheibenfolie?! Schwamm oder saugfähiges Tuch?!
Der Fahrzeugliebhaber sollte jedoch auch dem Lack etwas Bedeutung schenken. Gerade im Winter ist er durch Streusalz und Steinschlägen seinen härtesten Feinden ausgesetzt. Eine gute Versiegelung auf Wachs- oder Chemiebasis sollte vor dem Winter sein. Auch wenn das waschen oftmals schwer fällt, so ist es doch sehr sinnvoll auch bei Handwäsche, im Winter in der Waschbox das Fahrzeug nur abzuspülen. Anhaftende Salzkrusten werden so beseitigt bzw. vermindert. Danach sollten sämtliche Dichtungen getrocknet werden. Auch schadet eine längere Autofahrt danach nicht.
Sommercheckliste text
Starthilfe – Ein Geben und Nehmen Wer kennt die Situation nicht, egal ob nach oder während eines Festivals, bei vergessener Beleuchtung oder heftigen Minusgraden – Man dreht den Zündschlüssel und es passiert nichts oder der Anlasser krächsts und schweigt… Die Batterie ist leer und hoffentlich nicht völlig tot. Starthilfe ist an sich sehr einfach, es bedarf keinerlei Voodoo! Starthilfe heisst einfach eine volle Batterie einer leeren parallel zu schalten. Also alles ganz einfach! Es ist daher völlig unverständlich, warum manche Vereine eine Zauberschow daraus machen. Alle graue Theorien, Voodoo und Einzelschicksale haben so manche Hexerei hervorgerufen. Vielleicht hilft auch ein Blick in die Historie zum Verständnis. Masse oder Minus? – Minus. All zu oft wird erwähnt, man solle das "schwarze" Kabel des leeren Fahrzeugs an einen Massepunkt klemmen und nicht an die Batterie. Hintergrund ist, das speziell entladene Batterien stärker gasen, d.h. es entsteht ein Knallgasgemisch welches durch Funken entzündet werden kann. Funken entstehen sehr häufig beim anklemmen des Starthilfekabels. Im Regelfall ist jedoch die Batterie im Motorraum und die Motorhaube ist geöffnet. Desweiteren ist das Fahrzeug meist draussen, hier weht immer ein Lüftchen. Auch in so mancher Garage soll dies vorkommen. Entstehendes Knallgas wird sich so nicht lange konzentriert halten können. Auch ist es unwahrscheinlich, das die auch beim Anklemmen an Masse entstehenden Funken das Gemisch NICHT zünden könnten… gerade bei älteren Fahrzeugen ist es zudem schlecht, die korrodierte Masseleitung vom z.B. Motor an die Karosse als Leiter zu verwenden. Der Leitungswiderstand ist deutlich größer als notwendig. Zigarettenanzünder? – Bitte nicht! Nicht lebensgefährlich aber fahrlässig! Die Anzünder sowie der Kabelbaum dahinter sind nicht für die hohen Stromstärken des Anlassers ausgelegt. Im besten Fall fliegt sofort eine Sicherung, im schlimmsten schmort der Kabelbaum oder fängt sogar Feuer. Auch das Laden über ein Spenderfahrzeug sollte nicht ausgeübt werden, um die Batterie nennenswert zu laden, müsste das Fahrzeug sehr lange laufen und auch hier wären gerade bei leeren Batterien die Ladeströme deutlich zu hoch. Ein simpler Vergleich der Kabelquerschnitte der verschiedenen Starthilfekabel sollte alles erklären. Gute Starthilfekabel haben Querschnitte um 20mm². rot oder schwarz? – Scheissegal! Den Elektronen ist es ziemlich egal wo der Stromkreis geschlossen wird. Alles andere ist Voodoo! Spannungsspitzen entstehen so oder so. Wer bei als elektrisch empfindlich geltende Fahrzeuge besitzt, sollte grundsätzlich Starthilfekabel mit Schutzelektronik verwenden. Bei alten Fahrzeugen und aktuellen Modellen sollte das nicht notwendig sein. Grundsätzlich sollte eine einmal leer gezogene Batterie auf Ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden. Hat die Batterie keine 80% Ihrer Kapazität mehr, so sollte sie nur noch sehr bewusst eingesetzt werden. Wer selten fährt sollte sie regelmäßig prüfen und ggf. eine Ersatzbatterie parat haben. Dies kann gerade beim einem größeren Fuhrpark durchaus Sinn machen. Daily Driver die viel unterwegs sind, sollten sich nach einer neuen Alternative bemühen. Wenn eine Batterie einen Totalausfall zeigt, sollte man die Ladeeinrichtung des Fahrzeugs, d.h. Lichtmaschine/Generator samt Regler und Freilauf sowie Kabelbaum und Stecker, überprüfen, um bei einem Fehler in diesen Bereiche eine (Vor-)Schädigung der neuen Batterie zu verhindern. Oft liegt ein Defekt auch "nur" an vergammelten Klemmen/Kabeln, verschliessenen Kohlen oder einem defekten Freilauf. Man sollte, speziell bei neueren Fahrzeugen, vor dem Wechsel einer Batterie in der Bedienungsanleitung nachschlagen was zu beachten ist. Denn manche Radios, Alarmanlagen und Steuergeräte (z.B. Fensterheber, Zentralverriegelung, Schiebedach) müssen nach dem Anklemmen mit Codes oder besonderen Bedienschritten erneut angelernt werden. |
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